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Wechselvolle Jahre – Niedergang und Rettung von Schloss Zell
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Mit dem 19. Jahrhundert setzte der Niedergang von Schloss Zell ein, um 1900 war der Schaden an den Malereien bereits groß. 1938 sollte das Schloss wegen seiner Baufälligkeit zugunsten einer dort geplanten neuen Schule abgerissen werden, was aber durch einen Einspruch des Denkmalamtes verhindert werden konnte. 1941 wurde es Eigentum der Nachbargemeinde Riedau, die einige Räume für Gemeinschaftszwecke benützte, so den Festsaal als Turnsaal. 1943 gab Riedau das Schloss an die deutsche Reichsbahn ab, die zuerst Bahnbedienstete darin unterbrachte, dann Bahnmaterial lagerte. 1945 wurde es als „ Deutsches Eigentum“ konfisziert, aber von der Österreichischen Bundesbahn verwaltet. Im Jahre 1949 erwarb die Gemeinde Zell an der Pram das Gebäude und adaptierte es für Volks-schule, Kindergarten und (bis zu 28) Wohnparteien. Denkmalamt und Gemeinde bemühten sich in den Jahren 1950 bis 1953 in ersten Restaurierungsversuchen, dem Freskenverfall Einhalt zu gebieten. Dies gelang aber nur kurzfristig, den bereits 1965 mußten die Malereien erneut gesichert werden, ebenso das Dach. Mit dem Auszug von Schule und Kindergarten 1973 trat erneut eine kritische Situation ein, es wurde klar, dass das Gebäude längerfristig nur durch eine umfassende Restaurierung gerettet werden konnte. Diese Generalsanierung erfolgte dank des Alt-Landeshauptmannes Dr. Josef Ratzenböck von 1975 – 1978 (u.a. mit W.HR Dipl.Ing. Karl-Heinz Hattinger als leitendem Architekten und W. HR. Dr. Norbert Wibiral als damaligen Landeskonservator für OÖ.).
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